EKS bei Stolpersteinverlegung

EKS bei Stolpersteinverlegung

Alexandra aus der Klasse 10b berichtet von der Teilnahme der EKS an der ersten Stolpersteinverlegung in Weinstadt:

Am 15.10.2025 um 9 Uhr war es soweit: Die erste Stolpersteinverlegung durch Künstler Gunter Demling fand in Weinstadt statt. Die in Großheppach lebende Friederike Anna Liner wurde von den Nazis in Hadamar ermordet. Grußworte von Oberbürgermeister Scharmann und Ulla Vollmer, der Vertreterin der Stolpersteininitiative Weinstadt, umrahmten die Veranstaltung. Schüler*innen der Klasse 10b der Erich Kästner Schule verlasen den Lebenslauf von Friederike Anna Linder und das Remstalgymnasium trug mit seinen musikalischen Beiträgen einer würdevollen Atmosphäre bei.
Anschließend nahm die Klasse 10b mit Frau Nachtrieb und Frau Gonzales an der Stolpersteinverlegung für Alfred Herbst in Endersbach teil, der ebenfalls während der NS-Zeit hingerichtet wurde.

Aber was genau ist eigentlich ein Stolperstein?
Ein Stolperstein erinnert in ganz Europa an die Opfer des Nationalsozialismus. Die 96 × 96 × 100 mm großen Messingplatten im Betonblock liegen vor den Häusern, in denen die Menschen zuletzt freiwillig wohnten, und beginnen mit Worten wie „Hier wohnte…“, die an sie und ihr Schicksal erinnern. Der Künstler Gunter Demnig hatte 1992/93 die Idee zu den goldglänzenden Stolpersteinen und ist ihr Initiator. Die Kunstdenkmale sollen dauerhaft an die Opfer erinnern und einen symbolischen Charakter haben. Mittlerweile gibt es rund 107.000 verlegte Steine in fast 1.900 Kommunen (Stand August 2024).

Friederike Anna Linder
Friederike Anna Linder wurde am 21. April 1889 in Großheppach geboren. Ihre Mutter Christiane Friederike Siegle kam aus Großheppach, ihr Vater Bernhard Linder aus Niederstetten und betrieb am Prinz-Eugen-Platz ein Schuhgeschäft. Bei Annas Geburt hatte die Familie bereits sechs Kinder, zwei davon aus der ersten Ehe ihres Vaters mit Mathilda Jäger. Anna besuchte die Schule in Großheppach und wurde 1903 konfirmiert. Wahrscheinlich hatte sie Lern- oder psychische Schwierigkeiten und konnte nicht selbstständig leben, unterstützte aber ihre Mutter im Haushalt. Nach dem Tod ihres Vaters 1928 führte ihr Bruder Bernhard das Schuhgeschäft weiter. Anna lebte bis zum Tod ihrer Mutter 1938 bei ihr. Am 07.05.1940 wurde sie in die Gustav-Werner-Stiftung in Göttelfingen in ein Heim gebracht. Am 26.03.1941 kam sie in ein Zwischenlager nach Weinsberg und wurde schließlich am 07.05.1941 in der Hadamar Gaskammer ermordet.

Kontakt

Pestalozzistr. 34
71384 Weinstadt
Tel.: 07151/969480
E-Mail: poststelle_at_eks-weinstadt.schule.bwl.de